Gunild Lohmann-Sistig – Ego sum Gereon. Ein Fantasyroman in Gedenken an Gereon
Erscheinungsjahr: 2024 | Verlag: tredition | ISBN: 978-3-384-25785-7
Worum es geht: In dem Fantasyroman „Ego sum Gereon“ verarbeitet die Autorin Gunild Lohmann-Sistig den Verlust ihres mit elf Jahren an einem bösartigen Hirntumor erkrankten und verstorbenen Sohnes Gereon. Im Buch kommt Gereon nach seinem Tod an eine Engel-Akademie, wird dort für besondere Missionen ausgebildet und erlebt abenteuerliche Einsätze – etwa das Beschwichtigen von Demonstrationen auf der Erde. Der Roman verwebt die mutige Lebensgeschichte des Jungen mit einer tröstlichen Fantasiewelt, in der die Seele des Verstorbenen an einem neuen Ort weiterwirkt.
Wann man es lesen sollte: Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser aller Altersklassen und empfiehlt sich besonders für trauernde Eltern, Angehörige sowie Wegbegleiter, die nach dem Verlust eines geliebten Kindes oder Menschen Trost in einer Hoffnung spendenden, symbolischen Geschichte suchen.
s. auch: https://www.rundschau-online.de/region/euskirchen-eifel/euskirchen/palmersheimer-autorin-veroeffentlicht-fantasyroman-in-gedenken-an-ihren-sohn-1183409
Dr. Wolfram Gössling – Am Leben bleiben. Ein Onkologe bekämpft seinen Krebs* (*hier handelt es sich NICHT um einen Hirntumor, sondern um ein Angiosarkom)
Erscheinungsjahr: 2021 | Verlag: Rowohlt Taschenbuch | ISBN: 978-3-499-00605-0
Worum es geht: In dem Memoir „Am Leben bleiben. Ein Onkologe bekämpft seinen Krebs“ erzählt der renommierte deutsch-amerikanische Onkologe und Harvard-Professor Dr. Wolfram Gössling von seiner eigenen schockierenden Krebserkrankung. Mitte vierzig wird bei ihm ein extrem seltenes, aggressives Angiosarkom im Gesicht diagnostiziert – ausgerechnet die Krankheit, deren Erforschung und Behandlung er sich beruflich verschrieben hat. Gössling schildert eindringlich den Rollenwechsel vom behandelnden Arzt zum hilflosen Patienten, den qualvollen Weg durch Chemotherapie, radikale Operationen sowie Bestrahlungen und die spürbaren Auswirkungen auf seine Familie und seinen Beruf. Das Buch verbindet medizinische Expertise mit tief menschlicher Verletzlichkeit und berichtet von seiner unwahrscheinlichen Heilung und der schrittweisen Rückkehr ins Leben.
Wann man es lesen sollte: Dieses Buch empfiehlt sich besonders dann, wenn Betroffene oder Angehörige nach einer Krebsdiagnose Hoffnung, Halt und eine authentische Positivgeschichte suchen, ohne dass dabei die Schattenseiten der Therapie verschwiegen werden. Es ist ebenso wertvoll für Ärzte, Pflegekräfte und Medizinstudierende, da es eine seltene, tiefgreifende Perspektive auf die Arzt-Patienten-Beziehung eröffnet und zeigt, wie Empathie, ehrliche Kommunikation und Hoffnung im medizinischen Alltag den entscheidenden Unterschied machen können.
(s. auch: Interview in "Sternstunde der Philosophie", 2023 https://www.youtube.com/watch?v=7aranjqnIgo)
Claire Bullimore – Aunty M Brain Tumours Online-Plattform & Podcast für Hirntumor-Betroffene
Erscheinungsjahr: Seit 2011 | Webseite: auntymbraintumours.com
Worum es geht: Nach ihrer eigenen Gehirntumor-Diagnose gründete die Britin Claire Bullimore die Plattform Aunty M Brain Tumours. Die Initiative kombiniert eine umfangreiche Erfahrungsdatenbank mit einer regelmäßigen Talkshow, in der Betroffene, Angehörige und medizinisches Fachpersonal offen über den Alltag, Therapien und die mentalen Herausforderungen nach einer Diagnose sprechen.
Wann man es nutzen sollte: Die englischsprachige Ressourcen- und Podcast-Plattform bietet schnelle Hilfe für Menschen, die echte, persönliche Erfahrungsberichte abseits rein medizinischer Leitfäden suchen oder nach internationalem Austausch und gegenseitigem Mutmachen verlangen.